Allan Rosenheck kam am 12. Oktober 1938 in New York City zur Welt. Die Musik hat immer eine zentrale Rolle in seinem Leben gespielt. Bereits mit drei Jahren hat er angefangen, Geigestunden zu nehmen. Das Klavierspiel hat er sich selbst beigebracht. Später besuchte er die Prep. Div. Juilliard School of Music und ein spezielles Gymnasium, "The High School of Music and Art". Aber Allan hatte nicht nur Musik im Kopf. Wie alle New Yorker Jungen war er begeisterter Sportler und wünschte sich, wenn es schon nicht zum Profi-Baseballer reichen sollte, so doch wenigstens Baseball-Reporter zu werden. Daraus wurde aber nichts.

Da auch der Traum vom grossen Geiger sich als unrealistisch erwies, entschloss er sich für einen technischen Beruf. Er erwarb Diplome als Elektro-Ingenieur (CCNY und NYU). Hinfort arbeitete er im Gebiet Akustik, zunächst in der Elektro-Akustik (Lautsprecher- und Mikrofon-Entwicklung und Beschallungssysteme) u.a. bei CBS-Labor und nachher, ab 1972, in der Schweiz in der Lärmbekämpfung.

Obwohl er bereits als Teenager einiges komponierte, hat erst in der Schweiz das Komponieren so recht begonnen, vorerst von einfachen Stücken für seine Familie und für die Klavierschüler seiner Frau Urslä. Bald erweckte sein Klavier-Improvisationsstil, eine farbige Mischung aus leichter Klassik, Jazz und Broadway, bei seinen Freunden den Wunsch nach anspruchsvolleren Stücken. Seine ersten öffentlichen Erfolge verdankt er den Bitten von Blockflötengruppen nach Ensemble-Stücken. Wildwest-Suite und Aus New Orleans bildeten den Anfang einer langen Reihe von Blockflötenwerken. Nachher folgten Stücke für die verschiedensten Instrumente und auch für Singstimme. Viele seiner Werke sind nicht allzu schwierig, eignen sich also vorzüglich für den Unterricht und für Laienmusiker. Andere sind eher Konzert- und Wettbewerbsstücke. Unter seinen grösseren Werken gibt es drei Musicals (Die Wunderflöte, Relda und Gesucht) und zwei Suiten für Jugendorchester (Grüsse aus Amerika und California-Suite), beides Auftragswerke von Musikschulen.

Zusätzlich hat Allan Rosenheck mit Kollegen eine beliebte Konzert-Reihe "Musik aus Amerika" gegründet, mit Musik von Gershwin, Foster, Weill, Rosenheck, u.a. Bisher wurden diese Konzerte in einem Dutzend Schweizer Städten veranstaltet.

Seit der Pensionierung freut sich Allan Rosenheck, endlich genug Zeit zu haben zum komponieren und für die Herausgabe seiner Hefte im URSUS-Verlag. Verschiedene Hefte erschienen auch bei den Verlagen Breitkopf+Härtel, Hug, Pan und Trais Giats. Und nicht zuletzt hat er jetzt mehr Zeit für seine sportliche Seite. Allerdings verwandelte sich diese unterdessen von Baseball zum Bergwandern und Snooker.