Giuseppe Tartini war ein italienischer Violinist, Komponist und Musiktheoretiker. Tartinis Stil war im Laufe der Zeit wesentlichen Wandlungen unterworfen und basierte in der ersten Zeit auf Vorbildern wie Corelli und Vivaldi. Das Spiel war der Barocktradition entsprechend reich verziert, erreichte aber später einen virtuosen vorklassischen Stil. Tartini war berühmt wegen seines kantablen Stils und wegen seiner Bogenführung. Nach ihm benannt sind die so genannten Tartini-Töne. Das sind Differenztöne, die durch die Überlagerung zweier Einzeltöne unterschiedlicher Frequenz entstehen. Sie werden durch die Nichtlinearität der Haarzellen in der Hörschnecke (Cochlea) und/oder durch andere Nichtlinearitäten am Musikinstrument verstärkt und somit besser hörbar. Dies betrifft vor allem Töne mit größerer Lautstärke, bei denen diese Nichtlinearitäten meist stärker ausgeprägt sind. Man nutzt die Wahrnehmung der Differenztöne auch zur medizinischen Diagnostik des Gehörs.