Partituren vom österreichischen Komponisten Gustav Mahler

Gustav Mahler (1860–1911) steht als einer der großen und visionären Komponisten am Übergang von der Spätromantik zur Moderne, parallel zur kunstgeschichtlichen Epoche des Jugendstils.

Mit jeder seiner Sinfonien wollte er „eine Welt aufbauen“. Die meisten seiner Zeitgenossen haben das nicht verstanden, seine Werke galten als zu lang, überladen und konfus. In seine Kompositionen setzte Mahler aber großes Vertrauen: „Meine Zeit wird kommen.“

Und tatsächlich gehören seine neun Sinfonien, das Lied von der Erde und seine Lieder heute weltweit zum Standardrepertoire der Orchester, Dirigenten und Sänger. Die unvollendete 10. Sinfonie wird entweder als Fragment (nur der erste Satz wurde vollendet) oder in einer aus Mahlers Skizzen fertiggestellten Bearbeitung gespielt.

Wie sein Antipode Richard Strauss gilt Gustav Mahler als Meister der Orchestration. Karriere machte Mahler vor allem als Operndirigent: Als Leiter der Wiener Hofoper (heute: Staatsoper, Wien) setzte er Maßstäbe, die bis heute beispielhaft sind.

Die Partituren und Klavierauszüge seiner Werke erscheinen im Verlag Universal Edition Wien, und auch der Verlag Breitkopf und Härtel hat 2019 mit einer neuen Edition der Sinfonien begonnen.