Richard Wagner – Noten & Klavierauszüge

Richard Wagner (1813-1883), so scheint es, fordert bis heute seine Hörer zu einer Entscheidung heraus: für mich oder gegen mich?

Auf der einen Seite stehen seine glühenden Verehrer – die Wagnerianer: Sie geben sich der Sogwirkung seiner Musik hemmungslos hin und pilgern jeden Sommer auf den „Grünen Hügel“ in Bayreuth zum Werk (und zum Grab) ihres Meisters. Auf der anderen Seite stehen die Wagner-Hasser: Seine Werke sind ihnen zu lang und zu laut, oder sie können und wollen nicht darüber hinweghören, dass Wagner Hitlers Lieblingskomponist war.

Nüchtern betrachtet muss man feststellen: Richard Wagner hat die Musik und das Theater revolutioniert, indem er sie zu ihrem gemeinsamen Ursprung zurückführen wollte. Diesen sah er im antiken griechischen Drama, in dem Dichtung, Musik und Tanz eine Einheit bildeten. In diesem Sinne entwickelte er seine Idee vom „Gesamtkunstwerk“, das er exemplarisch in den vier Teilen des Der Ring des Nibelungen umsetzte, für dessen Aufführung das Bayreuther Festspielhaus erbaut wurde.

So wie sein Altersgenosse Giuseppe Verdi als der Repräsentant der italienischen Musik gilt, wurde Richard Wagner zum Inbegriff des deutschen Komponisten. Schon zu seinen Lebzeiten bildeten sich unversöhnliche Lager von Bewunderern wie Franz Liszt und Anton Bruckner und von Gegnern wie Robert Schumann und Johannes Brahms . Auch auf französische Komponisten wie Claude Debussy oder Ernest Chausson hatte Wagner einen großen Einfluss.

Obwohl Wagner keine Nummernopern im traditionellen Sinn geschrieben hat, lassen sich doch einige „Highlights“ aus seinen Werken herauslösen und auch von Laien aufführen. Für Chöre bieten sich der Brautchor aus Lohengrin und – ein Klassiker für alle Männerchöre – Steuermann, lass die Wacht aus Der fliegende Holländer an.

Die beliebtesten Opern von Wagner: