Noten von Rolf Tönnes

Angeregt in den 1970er vom Rock, Blues, brasilianischer Musik und Flamenco begann Rolf Tönnes sich als Jugendlicher autodidaktisch Gitarre beizubringen. Kurze Zeit später fand er auch sein Interesse für die Improvisation und die Komplexität der Jazzmusik. In den 1980er Jahren folgte dann das Studium der Jazzgitarre in Graz, in dem auch eine dreijährige Ausbildung der klassischen Gitarre integriert war. Rolf Tönnes nahm eifrig an den Gastseminaren renommierter Musiker wie Thad Jones (Mel Lewis Big-Band), Peter Herbolzheimer, George Grunz und anderen Big-Band-Größen teil und spielte freilich auch in einer Big Band mit. Zudem solvierte er ein Gesangsseminar mit Bobby McFerrin ab. Daneben wurden noch Workshops von John Abercrombie, Ralph Towner, Joe Pass und vielen anderen renommierten Gitarristen besucht. Eine kleine Anekdote aus seiner Ausbildungszeit gibt es auch: Um sich sein Studium finanzieren zu können, nahm Rolf Tönnes einen Job als Balaleika-Spieler an der Grazer Oper an. Neben seiner Arbeit in größeren Ensembles mag Rolf Tönnes ebenso die intime Atmosphäre kleinerer Besetzungen bis hin zum Soloauftritt. Er hat ein großes interkulturelles Interesse, allen voran an Südamerika mit seiner Musik und Lebenskultur. So lebte er von 2009-2011 in Brasilia, der Landeshauptstadt Brasiliens, und spielte dort mit einheimischen Musikern; oft und gerne griff er dann auch mal zu Nylonsaiten, wie es der Brauch in südamerikanischer Musik ist. Derzeit lebt Rolf Tönnes wieder in Düsseldorf und arbeitet als Autor bei Schott Music.