Mozart Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 – Noten

Das „Konzert in A-Dur KV 622 für Klarinette und Orchester“ von Wolfgang Amadeus Mozart ist mit Abstand das am meisten gespielte Solokonzert für Klarinette und begeistert seit der Uraufführung im Jahr 1791 mit seinen opulenten Orchesterpassagen und den raffinierten und abwechslungsreichen Solomelodien das Publikum.

Gewidmet ist das Konzert dem Klarinettisten Anton Stadler, ebenso wie Mozarts berühmtes Klarinettenquintett. Kurios ist an diesem Konzert, dass Mozart mitten im Kompositionsprozess das Soloinstrument auswechselte, wie man heute noch anhand autographer Fragmente nachvollziehen kann.

Die Klarinette war zu Lebzeiten Mozarts ein recht neues Instrument und wurde daher fortlaufend von Instrumentenbauern und Klarinettisten selbst weiterentwickelt. In den ersten Jahren solistischer Klarinettenliteratur dominierten vor allem Werke in hoher Diskantlage; Mozart selbst war allerdings fasziniert von der tieferen und weichen Alt- und Tenorlage des Instruments. Daher entschied er sich sein Klarinettenkonzert für ein Bassetthorn in G zu schreiben und komponierte die ersten 200 Takte des ersten Satzes. Doch dann wechselte er auf ein anderes Instrument – eine Bassettklarinette in A.

Aus welchem Grund Mozart sich entschied das Soloinstrument zu ändern ist nicht mehr rekonstruierbar. Wir wissen heute lediglich, dass dieses neue Instrument – die Bassettklarinette in A – im Jahr 1791, dem Kompositionsjahr des Klarinettenkonzerts, vom Widmungsträger Anton Stadler in Zusammenarbeit mit dem k.k. Hofinstrumentenbauer Theodor Lotz entwickelt worden war. Daher wird vermutet, dass Stadler die Auftritte mit dem neuen Klarinettenkonzert KV 622 nutzte um auf „seine“ neue Klarinette aufmerksam zu machen. Heutzutage wird das Konzert zwar in der Regel auf der modernen A-Klarinette gespielt, es gibt allerdings auch rekonstruierte Fassungen für Bassettklarinette in A.