Beethoven – Konversationshefte

Durch seine schließlich vollständige Ertaubung war Ludwig van Beethoven gezwungen, eine Methode zu ersinnen, die normale Gesprächsführung im Alltag aufrecht zu erhalten: Seine Gesprächspartner, die er nicht hören konnte, schrieben ihre Mitteilung in ein kleines Heft und Beethoven antwortete mündlich, so dass seine Antworten nur aus dem Kontext erschlossen werden können.

Von diesen ursprünglich 414 sogenannten [Konversationsheften] haben sich 189 erhalten. Sie bilden eine einmalige Quelle zu Beethovens Leben nach seiner vollständigen Ertaubung im Jahr 1818 und eine hochspannende Lektüre – gerade durch die nur einseitig überlieferte Gesprächssituation, bei der man Beethovens Anteil stets mitdenken beziehungsweise erraten muss.

Die Spannbreite der Gesprächsstoffe reicht vom banalen Alltag bis hin zu philosophischen Erwägungen.