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Tipps & Tricks zum Thema Üben

In dieser Reihe geben wir dir hilfreiche Tipps und praktische Tricks zum Üben an die Hand.

Bringe dein Üben mit Pausen voran!

(25.08.2021)

Inzwischen wissen Neurobiologen, dass das Gehirn Pausen beim Lernen braucht, um neue Verknüpfungen zu bilden. Wir können vier wichtige Arten von Pausen unterscheiden.

  • Mikropausen: Nach einer Phrase, einem Durchlauf, einer Übung oder Etüde helfen bereits kurze Pausen von 10 – 20 Sekunden dem Gehirn, das gerade Gelernte zu sortieren und zu verknüpfen.

  • Kurze Pausen: Wenn du hochkonzentriert übst, driftet deine Aufmerksamkeit schon nach wenigen Minuten immer wieder weg. Nach spätestens 15 Minuten ist dein Kopf vielleicht schon mit dem Mittagessen von morgen beschäftigt, statt mit der Etüde vor dir. Jetzt ist es Zeit für ein paar Minuten Pause. Steh auf, laufe herum, singe oder improvisiere ein wenig, beschäftige dich mit etwas anderem – danach kannst du frisch zurück ans Werk.

  • Lange Pausen: Selbst wenn du genügend kurze Pausen machst, werden dein Körper und dein Geist nach etwa 90 Minuten allmählich müde. Wenn du über diesen Punkt hinaus übst, riskierst du, unnötige Verkrampfungen von müden Muskeln und überreizten Nervenbahnen mit zu üben. Auf lange Sicht kann so ein Raubbau an deinem Körper zu ernsten Spielproblemen, bis hin zur fokalen Dystonie, führen. Besser ist es, längere Pausen einzulegen, sobald dein Kopf oder dein Körper müde werden, und später am Tag, wieder erholt, weiter zu üben.

  • Schlafpause: Ausreichend gesunder Schlaf ist vielleicht die wichtigste Pause für dich! Im Schlaf verarbeitet dein Gehirn alles, was du am Tag erlebt hast. Auch motorische Prozesse werden gefestigt und wandern ins Langzeitgedächtnis. Schlafmangel ist ein regelrechter Killer für deine Lern- und Leistungsfähigkeit.

Die perfekte Einschlafhilfe findest du natürlich bei Stretta: Schlaflied – Noten & Downloads. ;-)


Wie funktioniert variables Üben?

(04.08.2021)

Manchmal hast du eine wirklich knifflige Stelle vor dir und kommst nicht so recht voran. Hier kann dir variables Üben helfen. Die Idee dahinter ist, dass du dich der Stelle auf verschiedene Weisen und mit allen Sinnen zu nähern versuchst. So kannst du:

  • deine Töne zum Beispiel erstmal singen (sehr effektiv!);
  • die Notennamen einer komplizierten Tonfolge laut aussprechen, während du sie greifst;
  • die Stelle legato und lyrisch spielen, obwohl sie eher marcato und kraftvoll sein soll;
  • sie unterschiedlich rhythmisieren, zum Beispiel triolisch oder mit einer punktierten Achtel und einer Sechzehntel;
  • sie auf- oder abwärts transponieren;
  • beim Üben abwechselnd bewusst hören, fühlen oder hinschauen.

Denk dir eigene Varianten für ein und dieselbe Stelle aus. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt! Je mehr Versionen du von derselben Stelle spielst, desto leichter wird sie für dich allmählich im Original.

Am Ende sparst du mit dieser Technik sogar richtig Zeit! Denn das Gehirn lernt schneller, je mehr unterschiedliche Eindrücke es von einer Sache bekommt. Und Spaß macht das Ganze auch noch...

Work smart, not hard! ;-)


Willst du mehr Tipps zum Üben? Wie wäre es mit:

Einfach üben. 185 unübliche Überezepte für Instrumentalisten
Üben mit Köpfchen. Mentales Training für Musiker

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