Französische Weihnachtslieder – Noëls – Noten und Arrangements

Der Begriff „Noël“ ist eigentlich zunächst ein literarischer: Damit wird eine Dichtung in französischer, oft mundartlicher Sprache bezeichnet, die im weiteren Sinn mit Weihnachten zu tun hat, häufig werden z. B. die Hirten geschildert. Die darauf basierenden Lieder sind also nicht nur geistliche, sie gehören auch der volkstümlichen Übrlieferung an. In ihren Ursprüngen gehen sie auf das 13. Jahrhundert zurück, das abendliche Singen von Noëls im häuslichen Umfeld hat eine lange Tradition.

Nicht nur die Texte haben oft eher weltlichen Charakter. Die Melodien gehen zwar zunächst meist auf bekannte gregorianische oder Hymnen-Melodien zurück, seit dem 15. Jahrhundert werden aber auch weltliche Lieder verwendet, in geringem Maß auch Originalkompositionen. Trotzdem hielten sie seit dem 17. Jahrhundert Einzug in die Weihnachtsgottesdienste, in gesungener, aber auch in instrumentaler Form. Die Messe de minuit von Marc-Antoine Charpentier basiert in jedem Satz auf einem oder mehreren Noëls.

Neben Orgelmessen, die Noëls verarbeiten, sind es vor allem die zahlreichen als Noël varié bezeichneten Variationswerke für Orgel, die diese Gattung bekannt gemacht haben.

Komponisten, die Noëls in ihren Werken verarbeitet haben: