Reformationstag – Noten

Die Reformation ist einer der größten und folgenreichsten Umbrüche in der Geistesgeschichte, ihre Bedeutung geht weit über die populäre Kritik am Ablasshandel hinaus. Luthers Ideen fußen auf einem Menschenbild, das die gesamte Neuzeit beeinflusste und bis heute in alle Bereiche der Gesellschaft ausstrahlt.

Wurden anfangs Luthers Geburts- oder Todestag oder der Tag der Augsburger Konfession begangen, legte Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen 1667 den 31. Oktober als Feiertag der Reformation fest. Dieser Termin hat sich bis heute weitgehend durchgesetzt.

Eine zentrale Rolle bei der Verbreitung seiner Lehre spielten für den begabten (und studierten!) Musiker Martin Luther die Kirchenlieder. „Man muss der Mutter im Hause, den Kindern auf der Gasse, dem gemeinen Mann auf dem Markt auf das Maul sehen, so verstehen sie es denn und merken, dass man deutsch mit ihnen redet.“ In diesem Geist verfasste er eigene Texte zu Kirchenliedern, Übersetzungen von Hymnen und Psalmen und auch Melodien – aber er bediente sich auch populärer Gassenhauer.

Luthers Kirchenlieder erfreuten sich unterschiedlicher Beliebtheit. Während „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ wohl jeder kennt, sind andere weniger verbreitet und auch weniger bearbeitet worden. Die wichtigsten Lutherlieder haben wir auf einer eigenen Seite zusammengestellt.

Hier finden Sie Musik zum Reformationstag