Chor – Noten & Lehrbücher

Die weite Chorlandschaft umfasst gemischte Chöre, Männer-, Frauen- und Kinderchöre. Dabei können die Chöre entweder a cappella, mit Klavierbegleitung oder mit verschiedenen Ensembles bis hin zu großen Orchestern musizieren.

Die Anfänge des Chorgesangs bildet der Gregorianische Choral. Über die Chormusik von Giovanni Pierluigi da Palestrina und Orlando di Lasso gelangen wir zur Chormusik von Johann Sebastian Bach. Er verhalf neben Georg Philipp Telemann und Georg Friedrich Händel der Vokalmusik zu einem Höhepunkt, indem er dem Chor ein selbstständig agierendes Orchester gegenüberstellte.

In der Klassik entstanden hauptsächlich geistliche Werke. Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert und Ludwig van Beethoven komponierten viele Messen für den liturgischen Gebrauch. Auch in der Oper bekommt der Chor eine zunehmend größere Rolle.

Die Chormusik der Romantik war durch die Gattungen Chorlied und Oratorium geprägt. Hier sind vor allem die Oratorien Elias und Paulus von Felix Mendelssohn-Bartholdy und die Requien von Johannes Brahms und Giuseppe Verdi hervorzuheben. In dieser Epoche gibt es einen Besetzungsrekord im a cappella-Bereich: Mendelssohns Motette „Hora est“. Hier ist jede Stimmlage vierfach vertreten. Große Chorsinfonien, wie manche Sinfonien von Gustav Mahler, bleiben eher eine Seltenheit.

In der Moderne haben unter anderem Komponisten wie Anton Webern und Arnold Schönberg für Chor komponiert.

Seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert entwickeln sich neue Chorgattungen wie Gospel-, Pop oder Jazzchor. Heutzutage erfreuen sich Komponisten wie John Rutter, Ola Gjeilo und Eric Whitacre großer Beliebtheit.

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