Das Schneeberger Orgel- und Clavierbuch um 1705

23 eher kleinformatige Orgelwerke aus dem späten 17. und frühen 18. - Jahrhundert zum gottesdienstlichen Gebrauch

für: Orgel [Klavier]

Notenbuch (Sammelband)

Artikelnr.766760
HerausgeberEnrico Langer
Sprachedeutsch
Umfang76 Seiten; 29,7 × 21 cm
Erscheinungsjahr2020
Verlag/HerstellerHans Jürgen Kamprad
Hersteller-Nr.9790502582623
ISMN9790502582623
19,80 €
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Beschreibung

Johann Sebastian Bach galt gewiss schon in seinen Weimarer Jahren (1708–1717) als einer der virtuosesten deutschen Organisten seiner Zeit, aber dass seine Orgelwerke in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf den Orgelemporen der Stadt- und Dorfkirchen Mitteldeutschlands bereits allgegenwärtig gewesen wären, darf bezweifelt werden.

Orgelwerke, namentlich Repertoiresammlungen von Zeitgenossen außerhalb des Bach-Zirkels haben sich kaum erhalten – ein Umstand, der es nicht leichter macht zu ermitteln, was damals bei den Organisten eigentlich die Norm war. Aus den ersten beiden Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts, also aus dem Zeitraum, in dem Bach die meisten seiner Orgelwerke schrieb, liegt nur noch eine Handvoll Sammelhandschriften mit gottesdienstlicher Gebrauchsmusik vor.

Eine dieser Quellen wird mit der vorliegenden Edition für den heutigen Kirchenmusiker erschlossen. Das „Schneeberger Orgel- und Clavierbuch“ enthält auf den ersten 43 Seiten 27 Orgelwerke, die irgendwann in den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts vom damaligen Schneeberger Kantor Christian Umblaufft eingetragen wurden. Das Buch gibt einen Einblick in das Repertoire, das Umblaufft in der erzgebirgischen Bergstadt Schneeberg pflegte und vielleicht teilweise schon in seiner Leipziger Studienzeit gesammelt bzw. komponiert hatte.

Es ist sicherlich ein Gebrauchsrepertoire für den Gottesdienst (und als solches auch noch heute nutzbringend einzusetzen), eine Ansammlung von Präludien (die praktisch nie länger als vier Minuten dauern), Fugen und diversen Ostinato-Formen. Viele der Stücke scheinen von Umblaufft selbst zu stammen, daneben finden sich weitere Organistengrößen der damaligen Zeit, von deren Werken heute kaum noch etwas bekannt ist.

Inhalt

  • Vorwort
  • 1 Christian Umblaufft (1673–1757): Praeludium ex C
  • 2 Christian Umblaufft: Praeludium ex c
  • 3 Christian Umblaufft: Praeludium ex e
  • 4 Christian Umblaufft: Praeludium ex g
  • 5 Christian Umblaufft: Praeludium ex f
  • 6 Christian Umblaufft: Praeludium ex D
  • 7 Andreas Werckmeister (1645–1706): Canzon ex g
  • 8 David Heinrich Garthoff (gest. 1741): Praeludium ex C
  • 9 David Heinrich Garthoff: Praeludium ex c
  • 10 David Heinrich Garthoff: Praeludium ex D
  • 11 David Heinrich Garthoff: Praeludium ex d
  • 12 David Heinrich Garthoff: Praeludium ex E
  • 13 David Heinrich Garthoff: Praeludium ex F
  • 14 Anonymus: Air (con Variatione) ex c
  • 15 Christian Pezold (1677–1733): Fuga ex d
  • 16 Anonymus: Praeludium ex d
  • 17 Nikolaus Vetter (1666–1734): Fuga ex G
  • 18 Gottfried Ernst Pestel (1654–1732): Ciaccona ex C
  • 19 Anonymus: Alia Ciaccona ex e
  • 20 Anonymus: Ciaccona ex d
  • 21 Gottfried Ernst Pestel: Gigue Suite ex g
  • 22 Christian Friedrich Witt (um 1660–1717): Canzon ex B
  • 23 Christian Friedrich Witt: Ciaccona ex B