Internationaler Akkordeonwettbewerb Klingenthal

60 Jahre Akkordeongeschichte

von Irene Urrutia Martín (24.04.2023)

Der Internationale Akkordeonwettbewerb in Klingenthal ist einer der renommiertesten Akkordeonwettbewerbe und findet jährlich in der kleinen Stadt im Vogtland nahe der Grenze zur Tschechischen Republik statt. Der Wettbewerb ist seit 1963 ein Bezugspunkt für Akkordeonisten auf der ganzen Welt.

Mehr als 170 Jahre Geschichte

Klingenthal gilt als die Geburtsstätte des Akkordeons in Deutschland. Seit mehr als 170 Jahren werden in dieser kleinen deutschen Stadt Akkordeons hergestellt. Die erste Akkordeonwerkstatt der Stadt wurde 1850 von Carl Friedrich Uhlig gegründet, und seither hat sich die Stadt zu einem bedeutenden Zentrum für die Herstellung von Akkordeons und anderen Musikinstrumenten entwickelt. Im Jahr 1949 beschloss eine Gruppe von Akkordeonmusikern aus der Region, einen Wettbewerb ins Leben zu rufen, um die Aufführung, den Erfahrungsaustausch und die Präsentation neuer Akkordeonkompositionen zu fördern. In der Ausschreibung von 1952 sind die grundlegenden Kriterien noch heute nachzulesen: ein Pflichtstück, weitere Wahlstücke und „wenn möglich Originalkompositionen“. Damit waren die Grundpfeiler für den Akkordeonwettbewerb Klingenthal aufgestellt. 1963 hatte er die erste internationale Beteiligung.

1956 veranstalteten Vertreter des VEB Klingenthaler Harmonikawerke (KHW) erstmals eine „Besprechung zwischen Fachleuten des Akkordeonbaus und des Spiels“. Das Ergebnis war das Akkordeonmodell „Weltmeister Supita“, das den Anforderungen der konzertanten Akkordeonmusik mit Cassoto – einer Klangkammer im Inneren des Akkordeons, durch die ein bestimmter Klang erreicht wird – gerecht werden sollte. Sowohl das damalige erste Modell als auch die aktuelle „Supita II“ gelten als Meisterwerke der Klingenthaler Akkordeon-Industriegeschichte.

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Die Bedeutung des Wettbewerbs.

Der Wettbewerb war ein bedeutendes Ereignis, das es geschafft hat, Akkordeonisten aus verschiedenen Teilen der Welt, einschließlich Schulen aus Ost- und Westeuropa, zu einer Zeit zusammenzubringen, als Kontakte zwischen ihnen praktisch unmöglich waren. Diese Veranstaltung hat den Austausch von originalem Akkordeonrepertoire ermöglicht, das zuvor auf beiden Seiten der Berliner Mauer begrenzt und isoliert war.

Startseite: https://www.accordion-competition.de/

Internationaler Wettbewerb

Der Internationale Akkordeonwettbewerb Klingenthal ist in sieben Kategorien unterteilt, von denen die ersten drei für Solisten bestimmt sind. Die erste Kategorie ist für Teilnehmer bis zum Alter von 12 Jahren, die zweite für Teilnehmer bis zum Alter von 15 Jahren, die dritte für Teilnehmer bis zum Alter von 18 Jahren und die vierte hat keine Altersgrenze. Die fünfte Kategorie ist für Kammermusik mit Akkordeon, die sechste für Solisten der leichten virtuosen Musik und die siebte für Solisten der traditionellen Musik mit chromatischem oder diatonischem Akkordeon.

Es gibt mehrere Stufen in den Kategorien, wobei die vierte Kategorie in vier Stufen unterteilt ist. In diesem Jahr wurde in der Ausscheidungsphase Balgkann von Uroš Rojko in Verbindung mit einem Präludium und einer Fuge von Bach als Pflichtstück ausgewählt. Darüber hinaus muss eine der folgenden Optionen gewählt werden:

In der Auswahlphase muss ein Programm von 25 bis 35 Minuten gespielt werden, das eine Sonate von Scarlatti und eines der folgenden Werke enthält:

Schließlich wird in der Endphase immer ein Werk mit Orchester aufgeführt, wobei in diesem Jahr das „Akkordeonkonzert“ von Krzysztof Penderecki ausgewählt wurde.

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Kleine Tage der Harmonika

Die Musikstadt Klingenthal ist einmal im Jahr auch Gastgeber für die Teilnehmer der so genannten „Kleinen Tage der Harmonika“, bei denen sich junge Akkordeonisten aus ganz Deutschland und Tschechien treffen, um in einem fairen Wettbewerb ihr Können unter Beweis zu stellen und Wettbewerbserfahrung zu sammeln. Wie der Internationale Akkordeonwettbewerb hat auch dieser regionale Wettbewerb für junge Akkordeonisten wesentlich dazu beigetragen, den Ruf Klingenthals als Musikstadt zu etablieren. In diesem Jahr fanden die Kleinen Tage der Harmonika am 5. und 6. März statt.

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